Corona-Hilfe

paul+partner hilft Ihnen und berät Sie zur Corona-Krise

Überbrückungshilfe Corona
In allen Medien präsent ist derzeit das Konjunkturpaket 2020 der Bundesregierung.
Ein Bestandteil davon soll eine Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige werden,die wegen der Corona-Krise in Schwierigkeiten gekommen sind.
Die Details zu dieser Förderung stehen noch nicht fest. Anträge für die Förderung können noch nicht gestellt werden. Fest steht, dass die für die Anträge benötigten Zahlen von einem Steuerberater bestätigt werden müssen. Es ist sinnvoll, schon jetzt zu prüfen, ob eine Förderung für Sie in Betracht kommt und den Antrag vorzubereiten.

Eine Überbrückungshilfe können Sie voraussichtlich erhalten, wenn:

  • Ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um 60% niedriger war als in den Vorjahren.
  • Ihr Umsatz in einem der Monate Juni, Juli und August 2020 um mindestens 40% niedriger war als in den jeweiligen Monaten in 2019.

Sie können dann einen Anteil Ihrer monatlichen Fixkosten als nicht rückzahlbaren Zuschuss erstattet bekommen. Auch die Kosten für Steuerberater für die Beantragung dieser Überbrückungshilfe zählen zu den förderfähigen Fixkosten. Die Höhe der Erstattung hängt von der Höhe des Umsatzeinbruchs und der Anzahl der Mitarbeiter ab.

paul+partner TV-Tipp: So beantragen Sie die Überbrückungshilfe

Wie ist Ihre Einschätzung - halten Sie es für möglich, dass bei Ihnen diese Voraussetzungen erfüllt sein werden?
Dann ist jetzt Ihre Mitwirkung erforderlich. Denn die Zahlen zu Umsätzen, Umsatzschätzungen und Fixkosten sollten möglichst korrekt und schnell vorliegen. Nur so kann der Antrag auf Förderung für Ihr Unternehmen schnell gestellt und bearbeitet werden. Ansonsten drohen Zeitverlust und später –da sämtliche Anträge im Nachhinein überprüft werden - die Rückzahlung der Förderung. 

Um den Antrag gut vorzubereiten ist erforderlich:
1. Stellen Sie sicher, dass uns für die Buchhaltung April und Mai 2020 alle relevanten Daten vorliegen. Prüfen Sie, ob Sie uns alle Angaben, Belege und Daten für die Monate April und Mai 2020 übermittelt haben.

2. Es muss auch eine Umsatzschätzung für jeden einzelnen der Monate Juni, Juli, August abgeben werden. Stellen Sie – nach den Monaten Juni, Juli und August - getrennt dar, welche Umsätze Sie in diesen Monaten voraussichtlich realisieren können.

3. Gefördert werden Fixkosten, für die Sie die Verträge vor dem 1.3.2020 abgeschlossen haben. Prüfen Sie, ob uns alle Buchungsunterlagen zu ihren Fixkosten vorliegen und welche der Kosten auf Verträgen beruhen, die Sie vor dem 01.03.2020 eingegangen sind.

Auf dieser Grundlage können wir Sie dann optimal unterstützen, sobald die Anträge auf Förderung gestellt werden können. Alle Eckpunkte finden Sie hier. 

Ausbildungszuschuss im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
+++ Fristablauf zur Antragsstellung am 30. Juni 2020 +++

Zur Sicherung von Ausbildungsverhältnissen und Verhindern von Ausbildungsabbrüchen
Vorhaben: Sicherung unterstützt das Land Sachsen die Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss.
Die Förderung soll den Betrieben helfen, die Frist von sechs Wochen zu überbrücken, bis Sie für Ihre Auszubildenden Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben.
Der Förderbetrag ist das individuelle Ausbildungsentgelt für sechs Wochen, basierend auf der Bemessungsgrundlage des Ausbildungsentgelts für den Monat Februar 2020.
die Ausbildungsbetriebe müssen nach dem Berufsausbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung ausbilden.

Der Antrag ist schriftlich nach den Vorgaben der Bewilligungsbehörde über die zuständige Stelle (z. B. Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer oder Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) bei der Landesdirektion Sachsen einzureichen. Bei Fragen zur Antragstellung, den Voraussetzungen und dem Verfahren rufen Sie uns bitte anrufen. Wir unterstützen Sie gerne!

Sonderzahlung an Arbeitnehmer
Als Anerkennung für die besondere Leistung der Arbeitnehmer aufgrund der Corona-Krise kann der Arbeitgeber jedem Beschäftigten eine Sonderzahlung bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei zahlen.
Erfasst werden Sonderleistungen, die die Arbeitnehmer zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten.
Die Voraussetzung ist, dass die Sonderzahlung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet wird.

Mit dieser Zahlung wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt.
Wir informieren Sie hier wieder, sobald das Gesetz verabschiedet wurde oder die notwendigen Grundlagen veröffentlicht wurde.
Link zur Pressemitteilung.


Kurzarbeit /Kurzarbeitergeld

Die Agentur für Arbeit bietet zur Vermeidung von Entgeltausfällen und Entlassungen  Kurzarbeitergeld an. Damit soll die schwierige wirtschaftliche Entwicklung aufgrund des Corona-Virus in Ihrem Unternehmen eingedämmt werden.
Unter folgendem Link können Sie die Anzeige auf Kurzarbeit online vornehmen. 
Besonderheiten gelten für die Unternehmen und deren Arbeitnehmer im Baugewerbe. Bei Fragen zur Antragstellung des Kurzarbeitergeldes, den Voraussetzungen und dem Verfahren sowie den Besonderheiten des Baugewerbes rufen Sie uns bitte anrufen. Wir unterstützen Sie gerne!


Zuschuss für Ausbildungsbetriebe
Ausbildungsbetriebe in Sachsen werden seit 27.04.2020 mit einem Zuschuss von der Landesdirektion Sachsen unterstützt. Zuschussberechtigt sind Unternehmen, welche während der Corona-Krise von Kurzarbeit betroffen sind und nicht mehr als 250 Arbeitnehmer haben.
Der Zuschuss ist ersatzweise für die ersten 6 Wochen ab dem Tag der Kurzarbeit  im Unternehmen, da für Azubis erst ab der siebten Woche Kurzarbeit beantragt werden kann. Der Zuschuss ist in Höhe der individuellen Ausbildungsvergütung. Lesen Sie dazu mehr.


Erstattungsanspruch Kinderbetreuung
Mit Wirkung vom 30.03.2020 tritt Art. 1 Nr. 7 des Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 27.03.2020 in Kraft.
Damit wurde ein neuer Entschädigungsanspruch in das Infektionsschutzgesetz eingefügt, mit dem Sorgeberechtigte von Kindern (12. Lebensjahr noch nicht vollendet oder Kinder welche auf Hilfe angewiesen sind) einen Anspruch auf Entschädigung des Verdienstausfalls haben. Dies gilt, wenn zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen die Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Schulen von der zuständigen Behörde vorübergehend geschlossen wurden oder deren Betreten untersagt wurde.  
Anspruchsberechtigte haben gegenüber der zuständigen Behörde, auf Verlangen des Arbeitgebers auch diesem gegenüber, darzulegen, dass sie in diesem Zeitraum keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit für das Kind sicherstellen können. 
Ein Anspruch besteht nicht, soweit eine Schließung ohnehin wegen der Schulferien erfolgen würde (Osterferien). 
Die Entschädigung wird in Höhe von 67 Prozent des dem erwerbstätigen Sorgeberechtigten entstandenen Verdienstausfalls für längstens sechs Wochen gewährt; für einen vollen Monat wird höchstens ein Betrag von 2.016 Euro gewährt. Die Auszahlung der Entschädigung hat durch den Arbeitgeber zu Erfolgen, der sich diese auf Antrag von der Landesdirektion Sachsen erstatten lassen kann. Die zuständigen Landesdirektionen sind an der Erarbeitung der Formulare.
Derzeit sind diese noch nicht online verfügbar. Die Verfügbarkeit ist morgen, den 01.04.2020 zu erwarten

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie für Ihre Arbeitnehmer die v. g. Maßnahme ergreifen möchten. Wir helfen Ihnen gerne und setzen für Sie die Maßnahme um.
 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
Ein von der Krise betroffenes Unternehmen hat nun die Möglichkeit, die fälligen Sozialversicherungsbeiträge bei der AOK Plus bis zum 30. September 2020 zu stunden. Die Anträge werden in der Regel schnell genehmigt. Die AOK Plus möchte die Unternehmer unterstützen und für finanzielle Entlastung aufgrund der Krise sorgen. Bitte lesen Sie dazu https://www.aok.de/pk/plus/inhalt/corona-pandemie-aok-plus-unterstuetzt-arbeitgeber-und-selbststaendige/

Übrigens: Diese Unterstützung bietet die AOK Plus auch freiwillig versicherten Selbstständigen an! Selbstständige, welche ebenfalls von der Corona-Krise betroffen sind, können Ihre laufenden Beiträge bis 30. September 2020 stunden. Die Voraussetzung der Gewährung der Stundung ist, dass das Unternehmen ersthafte Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise hat
Inwieweit weitere Krankenkassen der AOK Plus folgen werden, ist abzuwarten. Wir informieren Sie weiterhin.


Stundung von Beiträgen an die Berufsgenossenschaft
Einige Berufsgenossenschaften haben Erleichterungen für Betriebe, die durch das Coronavirus außergewöhnlich belastet sind, geschaffen. Beispielsweise die Stundung oder Ratenzahlung von Unfallversicherungsbeiträgen. Die Antragsgewährung wird einzelfallbezogen geprüft und entschieden. 
Folgende Berufsgenossenschaften unterstützen derzeit die Hilfsanträge:

  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall
  • Berufsgenossenschaft Energie, textil, Elektro und Medienerzeugnisse
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
  • Verwaltungs-berufsgenossenschaft

Bitte teilen Sie es uns mit, wenn Sie einen Hilfsantrag stellen möchten. Wir helfen Ihnen gerne und setzen für Sie die Maßnahme um.


Steuerstundung und Steuerverringerung der Vorauszahlungen
Inzwischen haben sich die meisten Finanzverwaltungen der einzelnen Länder auf folgende Maßnahmen geeinigt und unterstützen die Umsetzung von:

  • Anträgen auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer 2020 – auch rückwirkend zum 1. Quartal 2020
  • Anträgen auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag 2020 – auch rückwirkend zum 1. Quartal 2020
  • Anträgen auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer 2020 – auch rückwirkend zum 1. Quartal 2020
  • Anträge auf Herabsetzung und Rückzahlung/ Verrechnung der geleisteten Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuervoranmeldung für die Gewährung der Dauerfristverlängerung 2020
  • Anträge auf Stundung für Steuerzahlungen aus den vergangenen Jahren bis in der Regel zum 31.12.2020 
    o   zinslose Stundung bis 31.12.2020
    o   Ratenzahlung möglich
    o   einige Finanzämter gewähren auch die Stundung von Umsatzsteuer-Vorauszahlungen
  • Anträge auf Erlass von Säumniszuschlägen werden bereits von einigen Finanzämtern gewährt
  • Betriebsprüfungen sind derzeit unterbrochen
  • Vollstreckungsmaßnahmen seitens der Finanzverwaltungen finden derzeit nicht statt.

Bitte kontaktieren Sie uns gern, wenn Sie eine der o. g. Maßnahmen ergreifen möchten. Wir helfen Ihnen gerne und setzen für Sie die Maßnahme um.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
Für nähere Informationen folgen Sie dem Link.

Liquiditätshilfe - Darlehen
NEU: Das Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“, wird mit Wirkung vom 30.06.2020 an nicht fortgesetzt. Dies geht aus der Pressekonferenz von Herrn Dulig vom 30.06.2020 hervor.  Die SAB – Sächsische Aufbaubank – Förderbank – entscheidet noch über vorliegende Anträge, neue Anträge nimmt sie nicht mehr entgegen.

Betriebsmittelkredite mittels der Bürgschaftsbank
Auch die Bürgschaftsbanken haben sich als unterstützende Partner den Hausbanken angeschlossen.
Als Sonderkondition der Bürgschaftsbank Sachsen steht das Programm „Express Liquidität“ infolge des Corona-Virus zur Verfügung. Der Antrag erfolgt über Ihre Hausbank. Die Antragsentscheidung erfolgt in der Regel innerhalb eines Bankarbeitstags.
Weitere Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.
Zögern Sie nicht, uns bei Fragen zu kontaktieren


KfW-Bank: Programme „ERP Gründerkredit universell“ und „KfW-Unternehmerkredit“ stehen für Corona-Zeiten zur Verfügung
Neben der Bürgschaftsbank stellt sich auch die KfW-Bank als unterstützender Partner den Banken zur Seite.
Ab 23.03.2020 können Sie bei Ihrer Hausbank einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Die KfW hilft Ihnen damit, dass diese einen Teil des Risikos, abhängig vom KfW-Programm und der Unternehmensbestandsdauer auf dem Markt, übernimmt.

NEU: KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern
Mit dem Kredit werden Anschaffungen im Unternehmen und laufende Kosten des Unternehmens (Betriebsmittel) gefördert. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, welche mehr als 10 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) haben, bereits seit Januar 2019 am Markt sind und in der Kumulation der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erwirtschaftet haben.
Der Kredit hat eine Laufzeit von 10 Jahren und kann auf Wunsch die ersten zwei Jahre tilgungsfrei beansprucht werden. Der Kreditrahmen ist bis maximal 800 T€, jedoch max. 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019 des Unternehmens.
Die Zinshöhe ist noch nicht veröffentlicht. Es wird von 3,00 Prozent p.a. ausgegangen. Die endgültige Höhe wird noch veröffentlicht. Die Antragsstellung ist ab 15.04.2020 möglich. 

Krisenberatung
Aufgrund der Krise müssen viele Unternehmen Ihre Jahresplanung an die gegebenen Umstände anpassen.
Zum 3. April 2020 wurde eine modifizierte Richtlinie zur Förderung des unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten.
Ab sofort können KMU einschließlich Freiberufler Unternehmensberatungen bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro fördern lassen (ohne Eigenanteil). 

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Beratungsbedarf haben. Gemeinsam planen wir einen Ausweg aus der Krise.


Sicherung des Lebensunterhaltes/ Grundsicherung
Die Bundesregierung gibt weitere 3 Milliarden Euro zur Sicherung des Lebensunterhaltes frei.
Die Grundsicherung kann jede hilfsbedürftige Person bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen, welche zu wenige oder keine Mittel hat, um den Lebensunterhalt für sich und die eigene Familie zu sichern. Zur Überbrückung der Auswirkungen der Krise müssen vorerst keine Vermögensverhältnisse offengelegt werden bzw. das eigene Vermögen nicht vorrangig aufgebraucht werden. Die Bedürftigkeitsprüfung ist im Anschluss dennoch zu erwarten.
Diese Ausnahme gilt für 6 Monate. Zuständig ist das Jobcenter Ihres Wohnortes. Weitere Informationen lesen Sie Hier

Informationsstand: 25.06.2020